Wackermandl Iatz war I Long nimma do. Wissts eh, alleweil hab i viel zu tian, aber geschtern hat mi die Muse küsst und I hab a bissl was greimt. Und des gib I eich zum Lesen:

 

Wo wår denn jetz da Sturm am Plåtz?

Des wår die reinschte Medienhåtz!

Die Leitln sein dahoam gebliebn,

die Treuen håm sich die Händ wårm griebn,

stått in die selbn reinzuklåtschn,

und für Wacker... gåbs a Watschn.

Der Ådler mit dem schårfn Aug

håt so, wie auch die Krone, gschaug,

dass möglichst Leit des Feld erstürmen,

damit sich wieder Stråfen türmen,

und man selbst dånn schreibn kånn:

„Die Nordtribüne isch ein Wahn!

Die ghört jetz endlich amål gsperrt,

die Fans dort ghörn vorn Kadi zerrt!“

Und lächelnd wäre man dånn gsessen

vorm schönen Vip-Club-Catering-Essen,

und hätt gånz stolz herumgezeigt,

wie denn die Auflåg wieder steigt,

wenn man von Katastrophen schreibt -

und sich dabei die Hände reibt.

 

Nur: Nix is gschechn, guat isch’s gången,

da Wacker håt sich a dafången! -

da Wacker håt å Tor eingfången -

Im Stadion woa ka Sturm, ka Wind,

die "Wilden" woan a braves Kind,

die Fans san oanfåch gscheiter gwesn…

Doch in da Zeitung kånnsch dånn lesn:

„Nur, weil ma recht fescht Druck gmåcht håm,

reißen sich die Leit a zsåmm.

Drum schreib ma mehr und putzns nieder,

dann stürmens a den Plåtz nie wieder!“

 

Satire rund um den Wacker Innschbrugg